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Multiscreen Experience Toolkit

Wolfram Nagel und Va­lentin Fi­scher haben in Ihrer viel­be­ach­teten Master-Thesis an der Hoch­schule für Ge­stal­tung Schwä­bisch Gmünd die wich­tigsten Muster für platt­form- und ge­rä­te­über­grei­fende An­ge­bote zu­sam­men­ge­stellt.

Das so ent­stan­dene „Mul­tis­creen Ex­pe­ri­ence Toolkit" mit Prin­zi­pien, Mus­tern und De­fi­ni­tionen bietet einen guten Über­blick über die An­for­de­rungen und Lö­sungs­mög­lich­keiten bei Mul­tis­creen-Pro­jekten. Aus­sa­ge­kräf­tige Pik­to­gramme und exem­pla­ri­sche Nutzer-„Per­so­nas“ runden das An­gebot ab.

Mul­tis­creen Ex­pe­ri­ence im Web

Die auf­ge­führten Muster bringen für sich zwar keine grund­le­gend neuen Er­kennt­nisse, neu ist aber die lücken­lose Zu­sam­men­stel­lung und Be­nen­nung der ein­zelnen Lö­sungen und Kon­zepte. Zahl­reiche der Muster sind eher eher für das GUI-De­sign als für das Web re­le­vant. Die fol­genden An­for­de­rungen sollte man sich bei der Kon­zep­tion von Web­sites zu Herzen nehmen:

Co­he­rence

Die In­halte des We­b­an­ge­botes müssen auf den ver­schie­densten End­ge­räten und Bild­schirm­for­maten ((Smart­phones, Ta­blet-PCs, Lap­tops oder Desktop-PCs und in­ter­net­fä­hige TV-Ge­räte) ver­fügbar sein und dar­ge­stellt werden.

Neben der li­nea­ri­sierten Dar­stel­lung für Smart­phones können auch re­spon­sive bzw. ad­ap­tive Lay­out­va­ri­anten für No­te­book und Desktop sinn­voll sein.

Syn­chro­ni­sa­tion

Auf allen ver­schie­denen End­ge­räten sind immer genau die selben In­halte ver­fügbar.

Diese An­for­de­rung wird bei kon­se­quentem Ein­satz von Con­tent-Ma­na­ge­ment-Sys­temen und web­stan­dards­kon­former Um­set­zung oh­nehin er­füllt.

Mo­bile First

Wegen der zu­neh­menden Ver­brei­tung von Mo­bil­ge­räten kann es sinn­voll sein, zu­erst für den kleinsten Bild­schirm zu ent­wi­ckeln, da dieser eine durch­dach­tere Struk­tu­rie­rung der In­halte er­for­dert.

Ad­ap­ta­bi­lity

Neben den An­for­de­rungen an das Layout auf un­ter­schied­li­chen Screens werden auch die In­halte an die un­ter­schied­li­chen Nut­zungs­muster bei großen und kleinen/mo­bilen End­ge­räten an­ge­passt.

Flui­dity

Das In­for­ma­ti­ons­an­gebot bietet eine ge­rä­te­über­grei­fend durch­gän­gige Die User Ex­pe­ri­ence. Das be­deutet aber nicht au­to­ma­tisch, dass die An­wen­dung auf allen Ge­räten gleich aus­sehen muss.

Se­am­less In­ter­ac­tion

Den Be­nut­zern werden auf allen Ge­räten gleich­blei­bend lo­gi­sche In­ter­ak­ti­ons­op­tionen an­ge­boten. Me­ta­phern und Be­dienele­mente sollten auf allen End­ge­räten durch­gängig und gleich sein.

Das ge­samte „Mul­tis­creen Ex­pe­ri­ence Tool­kit“ steht unter www.mul­tis­creen-ex­pe­ri­ence.com zur Ver­fü­gung.