Multiscreen Experience Toolkit
25.07.2011
Wolfram Nagel und Valentin Fischer haben in Ihrer vielbeachteten Master-Thesis an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd die wichtigsten Muster für plattform- und geräteübergreifende Angebote zusammengestellt.
Das so entstandene „Multiscreen Experience Toolkit" mit Prinzipien, Mustern und Definitionen bietet einen guten Überblick über die Anforderungen und Lösungsmöglichkeiten bei Multiscreen-Projekten. Aussagekräftige Piktogramme und exemplarische Nutzer-„Personas“ runden das Angebot ab.
Multiscreen Experience im Web
Die aufgeführten Muster bringen für sich zwar keine grundlegend neuen Erkenntnisse, neu ist aber die lückenlose Zusammenstellung und Benennung der einzelnen Lösungen und Konzepte. Zahlreiche der Muster sind eher eher für das GUI-Design als für das Web relevant. Die folgenden Anforderungen sollte man sich bei der Konzeption von Websites zu Herzen nehmen:
Coherence
Die Inhalte des Webangebotes müssen auf den verschiedensten Endgeräten und Bildschirmformaten ((Smartphones, Tablet-PCs, Laptops oder Desktop-PCs und internetfähige TV-Geräte) verfügbar sein und dargestellt werden.
Neben der linearisierten Darstellung für Smartphones können auch responsive bzw. adaptive Layoutvarianten für Notebook und Desktop sinnvoll sein.
Synchronisation
Auf allen verschiedenen Endgeräten sind immer genau die selben Inhalte verfügbar.
Diese Anforderung wird bei konsequentem Einsatz von Content-Management-Systemen und webstandardskonformer Umsetzung ohnehin erfüllt.
Mobile First
Wegen der zunehmenden Verbreitung von Mobilgeräten kann es sinnvoll sein, zuerst für den kleinsten Bildschirm zu entwickeln, da dieser eine durchdachtere Strukturierung der Inhalte erfordert.
Adaptability
Neben den Anforderungen an das Layout auf unterschiedlichen Screens werden auch die Inhalte an die unterschiedlichen Nutzungsmuster bei großen und kleinen/mobilen Endgeräten angepasst.
Fluidity
Das Informationsangebot bietet eine geräteübergreifend durchgängige Die User Experience. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Anwendung auf allen Geräten gleich aussehen muss.
Seamless Interaction
Den Benutzern werden auf allen Geräten gleichbleibend logische Interaktionsoptionen angeboten. Metaphern und Bedienelemente sollten auf allen Endgeräten durchgängig und gleich sein.
Das gesamte „Multiscreen Experience Toolkit“ steht unter www.multiscreen-experience.com zur Verfügung.